Alkohol, Medikamente, Glücksspiel – So süchtig ist Deutschland

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Das Jahrbuch für Sucht listet auf, wie abhängig die Menschen in der Bundesrepublik sind. Es zeigt: Nicht illegale Drogen sind das Hauptproblem. Jeder sechste Erwachsene gilt als Risikotrinker.

Deutschland hat ein Alkoholproblem. Keine Droge ist so weit verbreitet und gesellschaftlich etabliert. Nach den jüngsten Berechnungen für 2017 trank jeder Erwachsene hierzulande rund 131 Liter Alkoholika, berichtete die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen. Das entsprach rund einer Badewanne voller alkoholischer Getränke. Besonders beliebt waren Bier (rund 101 Liter pro Jahr), Wein (20,9 Liter pro Jahr) und Spirituosen (5,4 Liter). Doch auch Tabak, illegale Drogen, Medikamente und Glücksspiel machen Suchtforschern weiter Sorgen.

Alkohol: Im Vergleich zu 2016 haben die Menschen in Deutschland 2017 zwar zwei Prozent weniger Alkohol getrunken. Trotzdem geben Suchtforscher keine Entwarnung. “Alkohol zu trinken, gilt in Deutschland als total normal”, sagte Christina Rummel, Vizegeschäftsführerin der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen. Im europäischen Vergleich bleibe die Bundesrepublik damit ein Hochkonsumland.

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